Retinitis Pigmentosa (RP)
Bei der Retinitis Pigmentosa (RP) beginnt der Krankheitsverlauf mit dem Verlust von Stäbchen in der Peripherie der Netzhaut. Dies führt zunächst zu einem gestörten Dämmerungssehen und Nachtblindheit, gefolgt von der Einengung des Gesichtsfeldes. Das Gesichtsfeld wird vom Rand her soweit eingeengt, bis nur ein kleiner Sehrest im Zentrum, der sogenannte Tunnelblick oder das Röhrengesichtsfeld, übrig bleibt.
Über einen mehrjährigen oder jahrzentelangen Prozeß kommt es häufig im mittleren Erwachsenenalter zur Erblindung. Bei der Retinitis Pigmentosa handelt es sich um eine Erberkrankung, die sowohl autosomal rezessiv als auch autosomal dominant oder x-chromosomal (geschlechtsgebunden) vererbt werden kann.
Mit einer Vorkommenshäufigkeit von 1:3 000 bis 1: 4 000 Betroffenen in der Bevölkerung ist Retinitis Pigmentosa die häufigste Ursache für irreversible Blindheit in der arbeitenden Bevölkerung (20 - 60 Jahre).
Mehr Informationen zu Retinitis Pigmentosa sowie Rat und Hilfe für Betroffene und Angehörige finden Sie auf der Homepage der Selbsthilfevereinigung Pro Retina e.V.
www.pro-retina.de
Einen guten Überblick in englischer Sprache bietet Fighting Blindness Irland unter http://www.fightingblindness.ie/FB_EC_retinitisPigmentosa.htm

Die Bonner Universität aus Sicht eines RP-Betroffenen (mittleres Krankheitstadium)

Die Bonner Universität aus Sicht eines RP-Betroffenen (spätes Krankheitsstadium)
